Urteil Porsche SE

Landgericht Stuttgart: Porsche soll 47 Millionen Euro an geschädigte Aktionäre zahlen. Begründung des Urteils: der frühere VW-Chef Martin Winterkorn habe in der Dieselaffäre gegen seine Pflichten verstoßen.

Der Richter des Landgerichts Stuttgart sagte zu dem Urteil, Winterkorn habe mit der verspäteten Information im Zuge des VW-Dieselskandals gegen kapitalmarktrechtliche Publizitätspflichten verstoßen.

Laut dem Urteil wusste Winterkorn spätestens seit Ende Mai 2014 von den illegalen Abschalteinrichtungen in Dieselfahrzeugen von VW und hätte den Anlegern dies mitteilen müssen. Das Gericht beruft sich auf eine E-Mail vom 23. Mai 2014, in der Winterkorn eine Nachricht vom damaligen Leiter der Qualitätssicherung erhielt. Dieser informierte ihn darüber, dass die Stickoxid-Grenzwerte bei Tests in den USA überschritten wurden. Statt der Einrichtung eines Lenkungsausschusses zur Aufklärung der Dieselaffäre, habe Winterkorn in diese, Fall die Entwicklung und Diskussion mit den Behörden abwarten wollen und so seine Pflichten als Geschäftsführer mindestens grob fahrlässig verletzt. Das Gericht sei hier überzeugt, dass Winterkorn hätte erkennen müssen, dass dem Konzern hohe Strafzahlungen drohen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Medienberichte zufolge habe Porsche SE schon im Vorfeld mitgeteilt, im Falle einer Niederlage bis zum Bundesgerichtshof gehen zu wollen.


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