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Im Fall der Abgasmanipulation an zahlreichen Fahrzeugen verschiedener Hersteller scheinen sich die Weichen erneut zu stellen. Auch Opel soll beim Schadstoffausstoß getrickst haben. Besonders überraschend ist, dass es dieses Mal wohlmöglich sogar Benzin- und nicht mehr ausschließlich Dieselfahrzeuge trifft.

Das Kraftfahrtbundesamt hat angeordnet, dass die Modelle Adam und Corsa aus dem Baujahren 2018 und 2019 wegen einer Überschreitung der Stickoxidwerte zurückgerufen werden sollen. Zunächst hatte Opel angekündigt, dass man die möglicherweise vorliegende Fehlfunktion der Abgasreinigung selbst und freiwillig beheben wolle. Nun folgte die offizielle Anordnung.

Bereits Ende 2018 war Opel ins Visier des Kraftfahrtbundesamtes gerückt und musste Nachbesserungen an den Dieselmodellen Insignia, Cascada und Zafira vornehmen. Jedoch bestritt Opel den Vorwurf eine illegale Abschalteinrichtung verbaut zu haben und kündigte rechtliche Schritte an.

Noch vor wenigen Monaten meldete Opel dann, dass die nun betroffenen Benziner (Opel Adam und Opel Corsa) mit möglichen Stickoxidproblemen zu tun hätten. Die eigenen Kontrollen des Unternehmens haben ergeben, dass die Lambdasonde bei hohen Geschwindigkeiten nicht mehr vollumfänglich funktionieren könnte. Dies könnte wiederum zu einer Überschreitung der Stickoxidgrenze führen. Allerdings wären hauptsächlich Fahrzeuge mit einer Laufleistung über 50.000 Kilometern betroffen.

Das Unternehmen sah zu diesem Zeitpunkt noch kein Sicherheitsproblem und hielt eine Überwachung des Rückrufs durch das Kraftfahrtbundesamt für nicht notwendig. Doch der offizielle Rückruf scheint ein anderes Licht auf die Problematik zu werfen.

Fahrer eines Opel Fahrzeuges, unabhängig davon ob es sich um einen Diesel oder Benziner handelt, sollten deshalb dringend ihre Ansprüche prüfen lassen.
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Am Montag berichtete u.a. die FAZ und Spiegel online über die Durchsuchung in den Geschäftsräumen des Autoherstellers Opel. Das hessische Landeskriminalamt bestätigt, dass wegen eines konkreten Betrugsverdachts im Zusammenhang mit Dieselautos ermittelt wird.

Nach dem VW-Konzern und weiteren Autobauern steht nun auch Opel im Verdacht, seine Fahrzeuge mit illegalen Abschalteinrichtungen verkauft zu haben. Ein weiterer Schock für Dieselfahrer. Laut Medien geht es bei Opel um rund 100.000 Dieselfahrzeuge, in denen möglicherweise eine unzulässige Software verbaut wurde. Diese Software bewirkt, dass Auto im normalen Fahrbetrieb auf der Straße beispielsweise mehr Stickoxide ausstoßen als erlaubt. Befindet sich das Fahrzeug auf dem Prüfstand, funktionieren die Filter einwandfrei und halten die Grenzwerte des Stickoxidausstoßes ein.

Opel bestätigt in einer Stellungnahme, dass in den Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern Untersuchungen im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens zum Thema Emissionen durchgeführt werden. Weiter heißt es, man kooperiere „vollumfänglich mit den Behörden“. Opel bekräftigt in seiner Stellungnahme „dass seine Fahrzeuge den geltenden Vorschriften entsprechen“.

Bei den Fahrzeugen soll es sich laut Medienberichten um Euro-6-Modelle von Zafira, Cascada und Insignia aus den Baujahren 2012 bis 2017 handeln. Aus dem Bundesministerium heißt es „der amtliche Rückruf der betroffenen rund 100.00 Fahrzeuge steht nunmehr kur bevor“.

Der Verdacht, dass auch Opel Kunden mit „Schummeldieseln“ betrogen hat, besteht bereits seit Januar 2016. Dem KBA war damals aufgefallen, dass der Opel Insignia, Modell 2,0 CDTI mit der strengsten Schadstoffnorm Euro 6, bei Messungen auf der Straße ein neun- bis zehnfaches Überschreiten des Stickoxid-Grenzwertes ergab.

Welche Folgen hätte der Rückruf für Opel Dieselbesitzer

Voraussichtlich kommt nun auf die Dieselbesitzer ein Werkstattbesuch zu, bei dem die Motorsteuerung angepasst wird. Über die Auswirkungen eines solchen Eingriffes in Hinblick auf mögliche Nachteile ist derzeit noch nichts bekannt. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hält die Messergebnisse über die Wirksamkeit der Updates unter Verschluss.

Wie die Deutsche Umwelthilfe berichtet, sollen Fahrzeuge verschiedenen Typen nach dem Update nicht viel weniger oder sogar mehr Schadstoffe ausstoßen. Teilweise verbrauchen die Fahrzeuge nach dem Update mehr Sprit. Dies bedeutet, dass auch Euro-6-Diese sowohl mit als auch ohne Software-Update potenziell von Fahrverboten betroffen sein können. So schließt das Land Berlin solche Restriktionen für Euro-6-Diesel nicht aus.

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Presselinks:
Diesel-Razzia bei Opel in Rüsselsheim
Für Opel eine Strafe, für Opel-Fahrer ein Ärgernis


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